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Wie organisiere ich das gefundene Material? (Gliederung)

Teil 2 – Wissenschaftliches Arbeiten – Tipps, Hilfe

 

1. Wie organisiere und schreibe ich eine wissenschaftliche Arbeit?

 

Wie organisiere ich das gefundene Material?

Wenn man die Literaturbeschaffung beendet hat, muss die Literatur ausgewertet (s. Exzerpieren, Paraphrasieren und Zitieren) und das relevante Material versprachlicht (s. Was ist bei der Sprache zu beachten?) werden. Dabei hilft es in Erinnerung zu behalten, was die einzelnen Kapitel für eine Funktion erfüllen.

→ Einleitung

Die Einleitung

  • skizziert kurz den thematischen Hintergrund (Kap. 1.1.),
  • stellt die gewählte Themenstellung und damit den Forschungsauftrag vor (Abschluss Kap. 1.1),
  • erläutert, wie dieser Auftrag methodisch (Kap. 1.2.) und hinsichtlich möglicher auszuwertender Primärdaten (Kap. 1.3.) umgesetzt wird und
  • definiert die Zielsetzung bzw. den angestrebten Nutzen der Arbeit (Ende Kap. 1.2. oder eigenes Kap. 1.4.).

Achtung: Je mehr zu den einzelnen Aspekten zu sagen ist, umso sinnvoller ist es, pro Informationsaspekt ein eigenes Unterkapitel einzurichten. Umgekehrt sind Kapitel, die aus kaum mehr als einem Satz oder beispielsweise einer Liste von Forschungsfragen bestehen, zu vermeiden. Der Aufbau der Arbeit kann im Rahmen der Methode oder in einem eigenen Unterkapitel vorgestellt werden. Nach Fertigstellung des Theorie- und Analyseteils sollte die Einleitung noch einmal daraufhin angepasst werden, was die Arbeit tatsächlich leistet.

→ Theorieteil

Der Theorieteil muss die Grundlage dafür schaffen, dass eine eigenständige Analyse von Primär- oder Sekundärdaten auf der Basis eindeutiger Termini und Konzepte stattfinden kann.

Dafür:

  • definiert der Theorieteil alle Schlüsselbegriffe und Kategorien.

Ob man dabei lieber die Definition einer Publikation übernimmt oder aus mehreren Vorlagen eine eigene Arbeitsdefinition zusammenstellt, hängt vom konkreten Fall ab. Eine reine Auflistung verschiedener Definitionen, um am Ende die eigene ‘Lieblingsdefinition’ vorzustellen, ohne dass aus der Einführung der anderen Ansätze Nutzen gezogen oder erklärt würde, warum jene abzulehnen sind, ist hingegen inakzeptabel.

  • grenzt der Theorieteil Termini und Kategorien ab und führt die Kriterien ein, die für die nachfolgende Eigenanalyse gebraucht werden.

Bsp.: Soll das Managementkonzept der Firma X analysiert und sollen Verbesserungsvorschläge erarbeitet werden, muss zuvor vorgestellt worden sein, wie die verschiedenen Management-Typen aussehen und woran man sie erkennt.

  • macht der Theorieteil deutlich, was in der Literatur bereits bekannt ist und wo Forschungslücken bestehen, die mit der eigenen Themenstellung ansatzweise geschlossen werden sollen.

Eine Rückanbindung der jeweiligen Darstellungen an das eigene Thema sollte daher permanent stattfinden, um deutlich zu machen, warum man diese Informationen anführt und wofür sie noch in der eigenen Studie genutzt werden.

→ Analyseteil

Hier Generalia festzuhalten ist schwierig, da die Umsetzung sehr von der gewählten Untersuchungsmethode abhängt.
Methodenübergreifend lassen sich daher nur folgende Leitlinien formulieren:

  • Wird quantitativ gearbeitet, muss die Auswertung auch mit konkreten Zahlen- oder Prozentangaben arbeiten.
  • Diagramme sind hilfreich für einen schnelleren Überblick bei komplexen Abfragen, aber zwanzig Tortendiagramme können auch redundant wirken, wenn nachfolgend ohnehin alles noch einmal beschrieben wird. Bitte immer Notwendigkeit und Nutzen grafischer Mittel abwägen.
  • Werden Fragebögen oder Interviewleitfragen vorbereitet, sollten auch diese grammatikalisch und orthografisch fehlerfrei sein.
  • Beobachtungen und Schlussfolgerungen sollten immer Hand in Hand gehen, damit man weiß, warum der Autor zu bestimmten Abschlussurteilen kommt. Eine reine Beschreibung von Fakten, deren Interpretation dann in einem separaten Kapitel folgt, ist nicht anzuraten (s. Fazit oder Schlussteil).
  • Die Zusammenfassung der Ergebnisse und damit Beantwortung der eingangs beschriebenen Forschungsfrage(n) (s. Einleitung) sollte das letzte Unterkapitel des Analyseteils darstellen.

→ Fazit oder Schlussteil

Ein Fazit zu ziehen bedeutet, eine gewichtende Abschlussbeurteilung der erarbeiteten Ergebnisse zu formulieren. Daneben können Schlusskapitel aber auch Leistungen und Grenzen aufzeigen, die Ergebnisse in den Forschungskontext einordnen, einen Ausblick für Nachfolgeforschungen geben, Handlungsempfehlungen formulieren etc. Am besten man benennt das entsprechende Kapitel entsprechend der gewählten Funktion und beschränkt sich auf die Kombination von maximal ein bis zwei dieser Funktionen.

Ausnahmen: Alle hier aufgeführten Regeln sollen helfen, wenn seitens der Fakultät keine Vorlagen bzw. Vorgaben existieren. Gibt es solche obligaten Gliederungsvorschriften, sind diese selbstredend zu erfüllen, jedoch auch der Korrektor oder Lektor davon in Kenntnis zu setzen.

Wissenschaftliches Arbeiten – Schreiben einer Abschlussarbeit

Wissenschaftliches Arbeiten

Wenn man eine Hausarbeit, Seminararbeit, Projektarbeit oder Bachelorarbeit, Masterarbeit oder gar Doktorarbeit/ Dissertation schreiben möchte (oder muss ;-)), lohnt es sich, sich bereits im Vorfeld ein paar Gedanken dazu zu machen, wie man diese Aufgabe am besten angeht (wissenschaftliches Arbeiten). Denn auch wenn man eher der intuitiv-pragmatische Typ ist, der als Thema das annimmt, was ihm angeboten wird (und nicht allzu kompliziert klingt) und aus dem Material, was leicht zugänglich ist, etwas macht, kommt man um ein gewisses Maß an Organisation nicht herum, will man nicht Gefahr laufen, am Ende in Zeitnot zu geraten und eventuell gar nicht mehr fertig zu werden oder qualitativ weit unter den Möglichkeiten zu bleiben.

Die folgenden Kapitel zum wissenschaftlichen Arbeiten fassen viele grundlegenden und speziellen Fragen und Antworten zusammen, der sich Studenten und Doktoranden oft stellen, wenn Sie eine Hausarbeit, Seminararbeit oder Projektarbeit anfertigen müssen oder wenn Sie ihre Abschlussarbeit (Bachelorarbeit, Masterarbeit, Magisterarbeit, Diplomarbeit) oder Dissertation (Doktorarbeit, Promotion) schreiben möchten. Wissenschaftliches Arbeiten wird an den Hochschulen leider noch immer viel zu stiefmütterlich behandelt und viele Studenten fühlen sich nicht ausreichend vorbereitet und schlicht überfordert, wenn es um die Erstellung der Abschlussarbeit geht.

Wie sollten die folgenden Texte (Tipps, Hinweise zu typischen Fehlern, Stolperfallen) zum Thema “Wissenschaftliches Arbeiten” gelesen werden? Je nach fehlender oder vorhandener praktischer Erfahrung sollte endweder der gesamte Text gelesen werden (Dauer: etwa eine Stunde) oder nur die Teile, die noch Probleme machen.

Der folgende Überblick liefert eine Gliederung mit verlinkten Kapiteln.

Wissenschaftliches Arbeiten – Tipps, Hilfe, Fragen und Antworten

1. Wie organisiere und schreibe ich eine wissenschaftliche Arbeit?

  • Aufgepasst bei der Themenauswahl
  • Wofür brauche ich wieviel Zeit? (Zeitplanung)
  • Wie organisiere ich das gefundene Material? (Organisation, Aufbau, Gliederung)

→ Einleitung (Problemstellung, Motivation)
→ Theorieteil (Grundlagen, Methoden, Theorie)
→ Analyseteil (eventuell empirischer Teil)
→ Fazit oder Schlussteil

  • Was ist bei der Sprache zu beachten? (Schreibstil, Wissenschaftliches Schreiben)

2. Wie suche ich am besten nach Literatur? (Literaturrecherche)

  • Vorgliedern (Grobgliederung)
  • Suchkanäle eruieren (Wo kann gesucht werden, Quellen, Literatur)
  • Suchmethoden

→ Schlüsselwortsuche
→ Schneeballsystem

  • Generelle Tipps

3. Wie werte ich Literatur aus (exzerpiere) und zitiere korrekt?

  • Exzerpieren (Auswertung von Literatur)
  • Paraphrasieren (Umschreibung von Sachverhalten)
  • Zitieren (korrekte Zitation)

→ Originalzitat (wortwörtliches Zitat, direktes Zitat)
→ Teilzitat
→ Modifiziertes Zitat (sinngemäßes, indirektes Zitat)

  • Weitere Basisregeln

→ Harvard System oder traditionelle Zitierweise (Deutsche Zitierweise)
→ Übliche Abkürzungen (Beispiele)

Hinweis

Nutze bei Interesse einfach unsere wissenschaftlichen Dienstleistungen, die speziell auf Studenten und Doktoranden ausgerichtet sind. Wir haben viele Jahre Erfahrung bei der Betreuung von Hausarbeiten, Seminararbeiten, Projektarbeit sowie von Abschlussarbeiten (Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Masterarbeit, Doktorarbeit, Dissertation) und helfen jährlich mehreren tausend Studenten und Doktoranden mit der sprachlichen Optimierung (wissenschaftliches Lektorat, Korrekturlesen, systematisches Umschreiben ganzer Texte und Arbeiten, Plagiatsprüfung (Plagiatcheck), Übersetzung von Abstract (Zusammenfassung, Management Summary → in den Sprachen Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch)), der Formatierung (Layout) oder einer Audio-Transkription (z.B. von Interviews, Sprachaufnahmen). Alle unsere Services sind übrigens auch im Express buchbar, also z.B. über Nacht, übers Wochenende, über Feiertage oder innerhalb von 12h, 24h, 48h, je nach Umfang und Aufwand.